News vom 28.01.2007 | Rubrik: Spieler


http://www.fc-moenchhof.at/spielerarchiv/steckbrief_blizenec_franz.htm Franz Blizenec- Zwischen Bierbörse und Trainerkarriere
Der Altrapidler beendete 2006 seine aktive Karriere und ist nun als Trainer des SC Mauerbach tätig. Er blickt auf eine bewegte Karriere zurück und hat vielleicht eine neue ebenso aufregende vor sich.
Es ist nichts Neues, dass man bekannte Namen in den unteren Klassen Österreichs findet. Kaliber wie Ogris oder Schinkels kicken neben ihrer Trainertätigkeit noch bei unterklassigen Vereinen. Ein bekannter Name, der vor allem mit 4 Cupfinalis und ebenso vielen Finalniederlagen in Verbindung steht, zieht derzeit in Mauerbach als Trainer seine Fäden: Franz Blizenec. Der gebürtige Wiener wuchs im 12. Bezirk auf und lernte sein Fußballerhandwerk bei Rapid Wienerberg. Mit 12 Jahren wechselte er dann nach Hütteldorf, wo der Name Blizenec nur wenige Jahre danach bei einigen Kurzeinsätzen auf den Spielberichten der Bundesliga aufscheint. In dieser Zeit erlebte er auch den schönsten Moment seiner Karriere, als er als Nachwuchsspieler 85/86 zum ersten Mal in Kontakt mit der Meisterschale kam. In der Saison 87/88 durfte er dann als volles Mitglied des Profikaders den österreichischen Meistertitel bejubeln. Nach einer Pause in Mödling und Krems kehrte er 1992 für zwei Jahre nach Hütteldorf zurück. Danach spielte er für den GAK und die Vienna, ehe er von Sankt Pölten nach Hong Kong transferiert wurde. Zur Jahrhundertwende kehrte er nach Österreich zurück wo er eine Saison in der 2. Liga für Wörgl absolvierte. Dann startete seine Karriere im Unterhaus bei Hundsheim und setzte sich bei Parndorf, Mönchhof, IC Favoriten und Zeiselmauer fort. Seine aktive Karriere beendet er im Sommer 2006 nach zwei Saisonen als Abwehrchef in Mauerbach, wo er jetzt auch als Trainer tätig ist.
South China – Hongkong Gerne erinnert sich Blizenec an sein Kurzgastspiel in Hong Kong zurück. Mit den Worten „eine andere Welt- viel Lebenserfahrung gesammelt“ beschreibt er seine Zeit dort. Gespielt haben die acht Mannschaften der höchsten Spielklasse in einem einzigen Stadion an zwei Tagen- je zwei Spiele nacheinander. Das fußballerische Niveau ist auf das untere Drittel der Österreichischen Bundesliga zu stellen. Nach nur sieben Monaten war der kurze, aber sportliche durchaus erfolgreiche Trip nach Asien wieder vorbei. Blizenec musste nach einem Todesfall in der Familie wieder nach Österreich, wodurch keine Vertragsverlängerung mehr zu Stande kam und dass obwohl sich bereits daran gewohnt hatte im 13. Stock sich umzuziehen.
SC Mauerbach- Eine Herzensangelegenheit Im Sommer 2004 wechselte Blizenec zum SC Mauerbach in die 1. Klasse Nordwest. Vor allem seine Freunde und teilweise auch alte Mannschaftskameraden Weber, Schober oder Jellinek lockten ihn in den Wiener Vorort mit der einzigen Skipiste in Wiens Umgebung. Dass diese „Altstars“ alle in Mauerbach kicken ist allerdings nicht dem Geld zu verdanken, denn davon ist reichlich wenig vorhanden. In Rage gerät der mittlerweile 40- jährige, wenn er an den dringend renovierungsbedürftigen Sportplatz in Mauerbach denkt. Da es lediglich zahlreiche „kleinere“ Sponsoren (einer davon ist die 1. Wiener Bierbörse, dessen Geschäftsführer Blizenec ist) beim SC Mauerbach gibt, fehlt das Geld zur Renovierung. Zwar wurden von den Spielern selbst zahlreiche Initiativen zur Teilerneuerung des Platzes gestartet, es fehlt jedoch an so vielen Ecken und Enden, dass nur fundamentale Änderungen wirklich helfen würden. Im Stich gelassen fühlen sich die Verantwortlichen bei ihren Bemühungen von der Gemeinde Mauerbach. Angesichts des Geldmangels ist es umso erstaunlicher, dass Mauerbach mit nur einer Niederlage und einem Unentschieden Herbstmeister wurde. Dies führt Blizenec auf die „kompakte Einheit“ zurück, da die Spieler nicht nur zusammen kicken, sondern auch mit ihren Familien gemeinsam viel unternehmen und sowohl auf als auch abseits des Platzes sich als Gemeinschaft präsentieren. Ziel ist der Meistertitel und Aufstieg, den die Mannschaft ihrem langjährigen Obmann widmen würde. Vielleicht würde der Titel ja auch die Politik in Mauerbach aufwecken und die dringend notwendige Renovierung vorantreiben. In Mauerbach startete der gelernte Fernmeldemonteur seine Karriere als Trainer. Die UEFA B-Lizenz hat er schon und die A-Lizenz ist bereits am Weg. Blizenec hat sich als Trainer keine konkreten Ziele gesetzt, könnte sich aber auch höhere Spielklassen vorstellen. Zunächst einmal muss allerdings der Meistertitel nach Mauerbach. Aber vielleicht schafft er ja später als Trainer das für ihn so scheinbar Unmögliche: den Österreichischen Cup zu gewinnen.

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